Weinakademiker: Nederlandse-Swiss-German-Club-Connection

Zu einem konspirativen Austausch nutzen die Mitglieder des Clubs der Weinakademiker das Spätburgunder-Symposium 2017 an der Ahr. Rund zwei Duzend Weinakademiker, DipWSET‘s und Sommeliers aus den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Deutschland trafen sich Mitte März in Bad-Neuenahr zu einem kurzweiligen Austausch in Sachen Spätburgunder.

Bad Neuenahr, 14.3.2017. Aufwachen, Samstag Morgen! Das Internationale Pinot-Noir-Symposium erwartet uns mit einem spannenden Programm: 224 flüssige Beweise aus 11 Ländern, 4 Kontinenten, von 54 Ausstellern und Winzern. Der Samstag ist mit hochkarätigen Referenten, wie Prof. Dr. Ulrich Fischer, DLR Neustadt; Steve Price, Doktor der Pflanzenphysiologie, Oregon State University, USA; Romana Echensperger, MW; Anne Krebiehl, MW; Carsten Henn, Gault Millau und Renzo Cotarella, Castello della Sala aus Italien prall gefüllt. Dank der simultanen Übersetzung können auch unsere internationalen Gäste den ausführlichen Schilderungen folgen.

Am Abend ist den Weinakademikern gewidmet. Wir treffen uns in einer Weinbar in Ahrweiler mit drei Ahr-Jungwinzern: Julia Bertram, Michael Fiebrich und Torsten Klein. Hier wird probiert, gefachsimpelt und vor allem über den Spätburgunder-Stil der Zukunft philosophiert. Der Schweizer Weinakademiker Jean-Claude Hofstetter, studierter Geologe mit Schwerpunktthemen Böden und Untergründe, sowie Mitautor des Buches „Stein und Wein“, sorgt selbst am Abend für tiefschürfende Hintergründe, in dem er uns das Gestein und die jeweiligen Böden übersetzt, sowie pointierte Fragen zum Terroir der Ahr stellt. Schon fast Tradition: Die niederländischen Weinakademiker bringen Käse, die Schweizer und deutschen Weinakademiker Pinot Noir, Spätburgunder und (Reparatur-) Riesling mit. Nach einem abschließenden Spaziergang zurück ins Hotel fallen alle todmüde aber erfüllt ins Bett. Die kurzweilige Diskussion mit den Winzern und Jean-Claude Hofstetter hat nicht nur den Zeitgeist beleuchtet, sondern auch die Zukunft der Ahr aufgezeigt. Trotz des kleinen Anbaugebiets, der gesetzten, arrivierten Betriebe und den begrenzten Flächen, erwachsen dennoch neue „Pflänzchen“ mit zeitgemäßem Gedankengut. Von allen drei Winzern werden wir noch hören. Je nach Betrieb – jeweils mit unterschiedlichen Ansätzen.

Julia Bertram, Weingut Julia Bertram, Dernau
Michael Fiebrich, Weingut Michael Fiebrich, Mayschoss
Torsten Klein, Weingut Josten & Klein, Remagen

 

 

 

 

 


Professional Tasting und Workshops
Auch der folgende Tag war der charaktervollen Rebsorte gewidmet! Auf den Tischen standen Spätburgunder / Pinot Noir aus den wichtigsten deutschen Anbaugebieten, der Schweiz, Frankreich, Italien, Österreich, Kalifornien, Nordamerika, Neuseeland, Australien und Südafrika. Hinter den Tischen gaben die jeweiligen Winzer bereitwillig Auskunft und schenkten ihre Weine aus. Die persönliche Präsenz einiger internationaler Importeure machte diese umfangreiche Auswahl an Pinot Noir überhaupt erst möglich. Parallel wurden für die Besucher spezielle Themen-Seminare und spannende Workshops angeboten: www.spaetburgunder-symposium.de.

Niederländisch-Deutscher Austausch mit großem Spassfaktor
Dieses länderübergreifende Weinakademiker-Treffen fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Anja Vondenhoff und Christina Fischer hatten dieses Programm bereits beim letzten Internationalen Spätburgunder-Symposium erfolgreich auf die Beine gestellt. Eidgenössische Unterstützung bekam die Gruppe von dem Schweizer Geologen Jean-Claude Hofstetter und Winemaker Uwe Schneider, der uns gleich mehrere, äusserst spannende Graubündener Pinot Noir vorstellte.

Eindeutiges Fazit:
Weiterbildung auf hohem Niveau, verbunden mit vielen persönlichen Gesprächen. Nach dem konstruktiven Austausch war das Fazit der Weinakademiker- und Sommeliergruppe nach zwei Tagen Spätburgunder einstimmig: In zwei Jahren sind wir wieder dabei!

Referenten #pinotnoirsym:
–    Steve Price, Doktor der Pflanzenphysiologie, Oregon State Unniversity, USA
–    Anne Krebiehl, Master of Wine
–    Romana Echensperger, Master of Wine
–    Prof. Dr. Ulrich Fischer
–    Carsten Henn

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